Dehnungsstreifen sind eine dauerhafte strukturelle Veränderung der Haut, da dabei die Kollagen- und Elastinfasern in der Dermis geschädigt werden. Das bedeutet, dass es sich nicht nur um einen oberflächlichen ästhetischen Makel handelt, sondern um eine Form von Mikroschäden in den tieferen Hautschichten. Aus diesem Grund ist eine vollständige spontane Rückbildung nicht möglich. Mit der Zeit können sie jedoch ihr Aussehen verändern – sie werden heller, weniger sichtbar und heben sich weniger deutlich von der umgebenden Haut ab.
In der Anfangsphase, wenn die Dehnungsstreifen noch rot oder violett sind, besteht ein größeres Potenzial, ihr Erscheinungsbild zu verbessern, da die biologischen Prozesse noch aktiv sind. In einem späteren Stadium, wenn sie eine weiße Färbung annehmen, werden sie stabiler und ähneln atrophischen Narben, was eine geringere Fähigkeit zur spontanen Regeneration bedeutet.
Moderne Methoden wie Lasertherapie, Mikronadel-Radiofrequenz oder Mikronadelung ermöglichen es, die Kollagenproduktion anzuregen und die Hautstruktur zu verbessern. Dadurch können Dehnungsstreifen flacher, schmaler und weniger sichtbar werden, wobei das Ziel der Therapie nicht ihre vollständige „Beseitigung” ist, sondern eine maximale Verbesserung der Hautqualität und -struktur.