Schlafapnoe ist keine direkt vererbte Krankheit, doch in der Praxis wird häufig ein familiäres Auftreten beobachtet. Dies liegt daran, dass Vererbung der Schlafapnoe betrifft in erster Linie anatomische Merkmale und Stoffwechselveranlagungen und nicht die Krankheit selbst. In Familien können ähnliche Merkmale des Gesichtsschädels auftreten, wie beispielsweise ein zurückliegender Unterkiefer, ein schmaler Gaumen oder eine spezifische Bauweise des Rachens. Diese Merkmale können dazu beitragen, dass die Atemwege während des Schlafs kollabieren.
Zudem kann die Veranlagung zu Übergewicht und Adipositas auch familiäre Ursachen haben, was das Risiko für die Entwicklung einer Schlafapnoe erhöht. Es ist jedoch zu betonen, dass die Genetik allein nicht ausschlaggebend für das Auftreten der Erkrankung ist. Auch Umweltfaktoren wie Lebensstil, Ernährung, körperliche Aktivität und Schlafhygiene spielen eine große Rolle.
Daher sollte die Schlafapnoe als eine multifaktorielle Erkrankung betrachtet werden, bei der Gene zwar die Anfälligkeit erhöhen, aber nicht ausschlaggebend für das Auftreten des Problems sind.