Bevor Dehnungsstreifen sichtbar werden, finden in der Haut subtile Veränderungen auf mikrostruktureller Ebene statt. Die Kollagen- und Elastinfasern werden geschwächt und verlieren an Festigkeit und Elastizität. In dieser Phase kann die Haut mit einem Spannungsgefühl, Juckreiz oder einem leichten Brennen reagieren. Dies ist ein Signal dafür, dass das Gewebe überlastet ist und allmählich seine Anpassungsfähigkeit verliert. In diesem Stadium ist der Prozess noch teilweise umkehrbar, da die Hautstruktur noch nicht dauerhaft geschädigt ist. Genau deshalb können frühzeitige Pflege und eine Verbesserung der Feuchtigkeitsversorgung das Risiko dauerhafter Veränderungen erheblich verringern. Sobald es zum Reißen der Fasern kommt, wird der Prozess unumkehrbar und geht in die Phase der feststehenden Dehnungsstreifen über.